Die zentrale Lage Dresdens und seine hervorragende Verkehrsanbindung eignen sich bestens für einen absolut lohnenswerten Besuch der Stadt Görlitz direkt an der Deutsch-Polnischen Grenze. Mit der S-Bahnfahren Sie vom Haltepunkt Pieschen, von der Villa Barbara 200 Meter entfernt, eine Station zum Bahnhof Dresden-Neustadt. Dort steigen Sie in den Regionalexpress, der Sie im Stundentakt in etwa 70 Minuten bequem und mit dem Sachsenticket unschlagbar günstig direkt ins Zentrum von Görlitz bringt.

Wer Görlitz besucht, wird augenblicklich zum Zeitreisenden. Denn auf wenigen Hundert Metern lassen sich hier Schätze aus mehr als einem halben Jahrtausend europäischer Architekturgeschichte entdecken. Mit Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barocks und des Jugendstils gilt Görlitz heute als städtebauliches Gesamtkunstwerk. Dabei kommt der Stadt zugute, dass sie im Zweiten Weltkrieg komplett erhalten blieb. Insbesondere die Häuser in der Altstadt faszinieren mit ihren reich verzierten Fassaden, kunstvollen Gewölben und bemalten Decken aus den verschiedenen Epochen. Nirgends in Deutschland finden Sie eine solche Dichte aufwendig restaurierter Baudenkmäler wie in der Stadt an der Neiße.

Bei einem gemütlichen Stadtbummel kommt man aus dem Staunen über die Schönheit der liebevoll und aufwendig sanierten Häuser nicht heraus. Fast an jeder Ecke möchte man stehen bleiben und den besten Fotowinkel ausloten. Kein Wunder das die Stadt immer wieder Kulisse für große Kinofilme auch aus Hollywood ist.

Vorbei am monumentalen Jugendstil-Kaufhaus am Demianiplatz aus den Jahren 1912/13 führt der Weg über den Obermarkt zum großen Rathaus am Untermarkt, das 1369 zum ersten Mal als Ort der städtischen Verwaltung, Macht und Gerichtsbarkeit erwähnt wurde. Dem alten Handelsweg folgend gelangt man zur Neiße über die die zum neuen Symbol auserkorene Fußgängerbrücke auf das andere Ufer nach Polen führt. Über der Stadtsilhouette thront das eigentliche Wahrzeichen die gewaltige Peterskirche.

Inzwischen ist es Zeit für ein stärkendes Mittagessen im östlichsten Restaurant Deutschlands, der Vierradenmühle unmittelbar an der Brücke. Früher eine Mühle werden heute Köstlichkeiten der schlesischen Küche zu akzeptablen Preisen serviert. Durch eine Glasplatte im Boden ist das moderne Wasserwerk zu sehen, das im Auftrag der Stadtwerke 200 Haushalte mit Ökostrom versorgt.

Nach einem steilen Aufstieg zurück in die Altstadt ist es Zeit für eine ausgiebige Besichtigung  der vermutlich ältesten Kirche der Stadt, die aus einer frühen Burgkirche des 11. Jahrhunderts hervorging. Im Zeitalter der Gotik erfolgte 1423 der Umbau zu einer mächtigen fünfschiffigen Hallenkirche. Die Görlitzer Peterskirche ist die größte und älteste Kirche dieses Typs in Sachsen und wurde zum Vorbild für alle späteren Anlagen.

Beim Schlendern über das uralte Pflaster im mittelalterlichen Teil der Stadt überkommt einem zwangsläufig ein Hauch von Romantik. Man sieht die Händler und Marktschreier, die Pferdekutschen und das wilde Straßentreiben regelrecht vor sich. Auf einen der nächsten Züge zurück nach Dresden lässt es sich hervorragend bei einem wohlschmeckenden Kaffee und frischem Kuchen im alten Café Central in der Fußgängerzone kurz vor dem Bahnhof warten.